TnV Mollis besucht den Kanton Thurgau

Bei strahlend schönem Wetter freuten sich Mitte September fünfzehn Turnerinnen aus Mollis auf eine Reise in den Kanton Thurgau. Diese Destination wurde gewählt, weil sich über die Jahre hinweg drei Thurgauerinnen im Glarnerland niedergelassen und sich unserem Verein angeschlossen hatten. Gerne waren sie bereit, uns einmal zu zeigen, woher sie eigentlich kommen.

 

Unser erster Halt war in Altnau am Bodensee. Aus diesem Dorf stammt Nicole W. und sie führte uns auf den landwirtschaftlichen Betrieb ihres Göttis. Die Apfelpresse stand schon parat und die Äpfel bereits gepflückt. So hatten wir innert kürzester Zeit frischgepressten Apfelsaft, den wir sogleich degustieren konnten. Weiter ging es auf die Apfelplantage, wo Nicole schon im Vorsommer über vierzig Äpfel mit schwarzen Folienbuchstaben beklebt hatte und wir nun diese suchen und ernten durften. So kommen also die Schatten-Logos auf die Äpfel. Nach einem Spaziergang zum See assen wir unser Picknick auf dem längsten Steg am Bodensee und es fühlte sich fast ein wenig an wie am Meer.

 

Dann ging es in die Stadt Arbon, wo Tabea aufgewachsen ist. Wir steuerten direkt das Mosterei- und Brennereimuseum MOMÖ an. Das informativ und interaktiv gestaltete Museum lud zum Verweilen ein und der eine oder andere Posten testete sogar unsere Fitness oder entlarvte auf spielerische Art uns Turnerinnen als Saftgöttinnen, Cider Freaks oder Saftsäcke. Auf der Führung durch den Betrieb der Familie Möhl kamen wir auch an den beeindruckend grossen Pressen und Fässern vorbei. Die nette Hostess versuchte, uns durch ihre langen Ausführungen mit dem Möhl-Virus zu infizieren, doch glücklicherweise war überall Maskenpflicht und das Virus konnte uns nichts anhaben. Der Wildbienengarten lud später zum Verweilen ein und die offerierten Getränke schmeckten wohltuend erfrischend. Die ersehnte Abkühlung brachte dann nach dem Bezug der heimeligen POD Houses auf dem Camping Buchhorn ein Bad im Bodensee. Später genossen wir unser Abendessen in herrlicher Altstadtatmosphäre in Arbon und liessen den Abend in der Wunderbar ausklingen.

 

Am zweiten Tag führte uns die dritte Thurgauerin Nicole S. auf den Weinweg Weinfelden. Wir bekamen einen Degustationsrucksack mit Weinglas und Schüttelbrot und begaben uns Richtung Ottoberg. Nach etlichen Informationstafeln erreichten wir den mysteriösen Weinsafe, der mittels Code geöffnet werden konnte und Weine zur Verkostung bereithielt. In der Reblaube genossen wir dann diverse Weine und die Aussicht. Später erwartete uns der Winzer Benno Forster in seiner Kellerei und wir durften während seiner fachkundigen Erläuterungen weitere Weine degustieren. Nach dieser Pause im kühlen Keller machten wir uns beschwingt auf den Rückweg Richtung Bahnhof Weinfelden. Vielen Dank den drei Organisatorinnen für diesen Einblick in ihren Heimatkanton. Und wer weiss, vielleicht gehen wir nach diesem Besuch in Mostindien das nächste Mal nach Finnland oder Italien. Turnerinnen aus diesen Ländern hätten wir im Verein. 

 

Vera Beglinger